im Atelier Liebermann

Mit der Ausstellungsreihe im Atelier Liebermann wird der zeitgenössischen Kunst im Max Liebermann Haus mehr Bedeutung zugemessen. Zweimal im Jahr stellt ein aktueller Künstler seine Studioarbeiten aus. Als Kulturstiftung der Berliner Sparkasse widmet sich die Stiftung Brandenburger Tor mit einem ihrer Schwerpunkte dem Andenken an Max Liebermann und knüpft mit der neuen Reihe an die gestalterische Kraft an, die für lange Zeit von diesem Haus ausging: Max Liebermann wohnte seit 1892 mit seiner Familie in seinem Elternhaus am Pariser Platz und ließ sich über seiner Wohnung im zweiten Stock vom Architekten Hans Grisebach ein Atelier errichten. Mit seinem gewölbten Glasaufbau zur Tiergartenseite hin wirkte das Atelier wie ein modernes Gewächshaus auf dem Dach des Hauses. Das Atelier war im Gegensatz zu den kostbar inszenierten Ateliers der Künstlerfürsten Lenbach und Stuck nur sparsam mit eigenen Werken und denen geschätzter Vorbilder möbliert. Hoch oben, neben dem Brandenburger Tor und über dem Pariser Platz, signalisierte das Atelier weithin sichtbar: Hier lebt und arbeitet Max Liebermann. Aus dem vornehmen Wohnhaus war ein modernes Künstleratelierhaus geworden. Zahlreiche Gäste aus ganz Europa gingen hier ein und aus. Und es war jener Ort, an dem Max Liebermann seine zentralen bildnerischen Werke schuf. Atelier und Haus wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Mit der Ausstellungsreihe im Atelier Liebermann (vom Beirat Wulf Herzogenrath kuratiert) erinnern wir im wieder aufgebauten Max Liebermann Haus an diesen Ort des Schaffens. Zeitgenössische Künstler erlauben einen Blick in das ansonsten für das breite Publikum verschlossene Atelier und rücken damit den künstlerischen Entstehungsprozess in den Mittelpunkt.

Kommende Ausstellungen

30. Oktober 2020 – 3. Januar 2021
› im Atelier Liebermann: Gerhard Richter. Atlas

 

Vergangene Ausstellungen

Kurator der Reihe

Prof. Dr. Wulf Herzogenrath
Beirat der Stiftung Brandenburger Tor

Ansprechpartnerin