Torschreiber am Pariser Platz

Neues Stipendium für Schriftsteller im Exil der Allianz Kulturstiftung und der Stiftung Brandenburger Tor

Rasha Habbal (Foto:privat)

Die Syrerin Rasha Habbal erhält als Erste das Stipendium Torschreiber am Pariser Platz. Rasha Habbal wurde 1982 in Hama, Syrien geboren und lebt seit 2015 in Trier. Sie schreibt auf Arabisch und ist vor allem als Lyrikerin bekannt. Derzeit arbeitet sie an einem nach Ansicht der Jury besonders vielversprechenden Roman über die Lebensbedingungen im Exil in Deutschland.

Für 2018 lobten die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor in Verbindung mit dem Literarischen Colloquium erstmalig ein Stipendium für Schriftsteller im Exil aus. Eine Schriftstellerin oder ein Schriftsteller kann ab Anfang 2018 für sechs Monate in Berlin an einem eigenen, literarischen Projekt arbeiten. Die Bewerbungsfrist lief bis zum 31. August 2017. Das Stipendium umfasst monatlich 2.000 Euro; eine freie Wohnmöglichkeit wird für zwei Monate im Literarischen Colloquium gewährt.

Das Stipendium richtet sich an Schriftsteller, die in Deutschland leben, weil sie in ihren Heimatländern bedroht oder verfolgt wurden und in den letzten beiden Jahren hier einen Flüchtlingsstatus erhielten. Regional wendet sich das Stipendienangebot besonders an Autorinnen und Autoren aus den Mittelmeeranrainerstaaten sowie aus Ländern Mittel- und Osteuropas.

Eine Jury entscheidet auf der Grundlage einer Projektskizze, die auf Deutsch, Englisch oder Französisch eingereicht werden kann, über die Vergabe des Stipendiums. Der Jury gehören Frau Professor Dr. Christina Weiss (Allianz Kulturstiftung), Christine Thalmann (RBB), Thomas Geiger (LCB) und als Vorsitzender Dr. Thomas Sparr (Stiftung Brandenburger Tor) an.

Der jeweilige Stipendiat wird in einer Auftaktveranstaltung im Januar/Februar 2018 im Max Liebermann Haus der Berliner Öffentlichkeit vorgestellt, die eingeladen bleibt, an der Arbeit der Autoren in Lesungen und Gesprächen im Laufe der folgenden Monate Anteil zu nehmen. Das Programm ist auf vorerst zwei Jahre begrenzt.

Die drei Kooperationspartner – Allianz Kulturstiftung, Stiftung Brandenburger Tor und das Literarische Colloquium – wollen mit diesem Programm auch an das Schicksal der verfolgten deutschen Schriftsteller in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern, die in anderen Ländern Zuflucht fanden. Ihr Schicksal und Werk sind nicht vergessen.

Heute soll Berlin ein Ort der Zuflucht und Sicherheit für bedrohte und verfolgte Schriftsteller sein. Dafür möchten wir ein Zeichen setzen.

Projektbeschreibung

Die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor loben in Verbindung mit dem Literarischen Colloquium ein Stipendium für Schriftsteller im Exil aus. Eine Schriftstellerin oder ein Schriftsteller kann ab Januar 2018 für sechs Monate in Berlin an einem eigenen, literarischen Projekt arbeiten. Das Stipendium umfasst monatlich 2.000 Euro; eine freie Wohnmöglichkeit wird für zwei Monate im Literarischen Colloquium gewährt.

Ansprechpartnerin

Caroline Armand
Leiterin des Programms Literatur

in Kooperation mit

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