Max – Artists in Residence an Schulen

Kunstbegegnungen in der Schule

Schulen für das Schuljahr 2022/23 und 2023/24 gesucht!

Interessierte Schulen können sich gerne jederzeit bei den Ansprechpartner*innen des Programms der Stiftung Brandenburger Tor (s. Infoleiste links) melden. Das Max-Programm beginnt immer mit einem neuen Schuljahr.

Das Programm Max – Artists in Residence an Schulen setzt seit 2015 innovative Impulse zur Integration von Ästhetischer Bildung in Schulen. Dafür wurde das Programm mit dem Zukunftspreis für Kulturbildung 2018 – DER OLYMP! der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Bank Stiftung ausgezeichnet.

Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichen Gattungen richten für mindestens ein Jahr ihr Atelier in einer Schule ein. Schüler*innen wie Lehr­kräfte haben die Gelegenheit, die Künstlerinnen und Künstler im Atelier zu besuchen, bei der Arbeit zu beobachten sowie selbst künstlerisch tätig zu werden. Dadurch lernen nicht nur die Schüler*innen künstlerische Arbeitsprozesse über einen langen Zeitraum kennen, auch die Künstlerinnen und Künstler erweitern ihre Perspektiven und erobern neue Tätigkeitsfelder. Eine von gegenseitiger Inspiration getragene Atmosphäre ermöglicht den gemeinsamen künstlerischen Prozess. Das Atelier als Raum innerhalb der Schule in Abgrenzung zum Unterricht bindet Ästhetische Bildung in den Schulalltag ein.

Foto: Max-Atelier von Yuni Kim in der Grundschule im Blumenviertel (c) Elma Riza

Das ganze Heft können Sie hier lesen.

Ästhetische Bildung

Künstlerinnen und Künstler setzen durch kontinuierliches, kollektives Arbeiten mit den Schüler*innen im Atelier offene Bildungsprozesse in Gang. Sie machen neue Lernerfahrungen in ihrem Schulalltag, befreit von Leistungsdruck und Bewertung. Für die Lehrenden und die Schüler*innen wird das Atelier ein innerschulischer Freiraum für das Erfahren von künstlerischen Arbeitsprozessen. Neue Wege des Forschens, Lernens und Erkundens werden eröffnet. Somit wird Ästhetische Bildung im Kontext der Schule erlebbar.

Über den Fachunterricht hinaus werden künstlerische Arbeits- und Denkprozesse angeregt und am Ende des Schuljahres in einer Ausstellung präsentiert. Die Stiftung legt großen Wert auf den Dialog mit Schulleitung, Lehrenden und den Schüler*innen. Die Arbeit im Atelier und der Austausch darüber mit allen Beteiligten geben Impulse, die kulturelle Schulentwicklung voranzutreiben.

Künstlerinnen, Künstler und Schulen 2021 – 2022

OSZ Gastgewerbe Brillat-Savarin-Schule ist die größte gastgewerbliche Schule Deutschlands und nimmt seit 2020 an dem Programm Max – Artists in Residence an Schulen teil.

Atalya Laufer arbeitet konzeptionell und situativ mit unterschiedlichen Materialien und Herangehensweisen. In ihrer Arbeit erforscht sie Prozesse des Schaffens und dessen historischen Zusammenhang. Dabei spielt sie mit Biografien und Werken anderer Künstlerinnen und Künstler, indem sie Originaldokumente oder Reproduktionen mittels Collage, Montage und zeichnerischer Verdichtung aufnimmt.

Sie interessiert sich für die Verschiebung von Bedeutung durch unterschiedliche Medien und Kontexte. Die Spannungen zwischen Fakt und Fiktion, Vergangenheit und Gegenwart spielen dabei eine wichtige Rolle.

Schule
OSZ Gastgewerbe Brillat-Savarin-Schule
Webseite

Künstlerin
Atalya Laufer
Webseite

Atelier Atalya Laufer 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Atalya Laufer 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Atalya Laufer 2021, Foto: Alexej Hermann

Die Kolibri-Grundschule in Marzahn-Hellersdorf versteht sich als einen Ort des Lernens und des friedvollen und gewaltfreien Zusammenlebens.

Josephine Hans‘ Malereien besprechen tagtägliche Eindrücke, suchen das flüchtige Erscheinen und suchen eine immer neue Erzählform, ein neues Muster. Mit den Schüler*innen der Kolibri-Schule möchte die Künstlerin im offenen und spielerischen Dialog gemeinsam eigene malerische Prozesse entwickeln.

Schule
Die Kolibri-Grundschule
Webseite

Künstlerin
Josephine Hans
Website

Atelier Josephine Hans 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Josephine Hans 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Josephine Hans 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Josephine Hans 2021, Foto: Alexej Hermann

Die Carl-Humann-Grundschule ist eine Ganztagsgrundschule in offener Form im Prenzlauer Berg und nun seit 2017 dabei.

Die Künstlerin Vanessa Farfán beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die kognitiven Prozesse des Menschen. Dieses Jahr wird der Einfluss der digitalen Kommunikation auf die Wahrnehmung des physischen Raums im Mittelpunkt stehen. Mit den Schüler*innen werden nicht nur die Experimente mit Licht und Schatten fortgesetzt, sondern auch die räumlichen Möglichkeiten dieser Elemente untersucht. Vanessa Farfán ist im zweiten Schuljahr Stipendiatin bei Max.

Im Schering Stiftung Podcast sprechen Caroline Armand (Stiftung Brandenburger Tor), Vanessa Farfán und Christina Landbrecht (Schering Stiftung) über das Max-Programm. Hier geht’s zum Podcast: Spotify | Apple Podcasts | Soundcloud

Schule
Carl-Humann-Grundschule
Webseite

Künstlerin
Vanessa Farfán
Webseite

Instagram:
vanessaforfun

Atelier Vanessa Farfán 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Vanessa Farfán 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Vanessa Farfán 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Vanessa Farfán 2021, Foto: Alexej Hermann

Die Picasso Grundschule ist eine künstlerisch orientierte inklusive Schule in Berlin-Weißensee. Seit Programmstart 2015 ist sie Max-Teilnehmerin.

Roberta Busechian arbeitet mit Installationen und Projekten im Bereich der Klangkunst. Hierfür nutzt sie Medien wie bildende Kunst, Performance, visuelle Poesie, neue Medien, humanistische Studien und digitale Kunst verbindet sie die klangkünstlerische Praxis und Theorie. Ihr Anliegen ist, orientiert an den Interessen der Schüler*innen ein differenzierteres Verständnis von Klangkunst zu vermitteln, welches über die Gleichsetzung von Klangkunst mit experimenteller elektronischer Musik und elektroakustischer Praxis hinausgeht.

Schule
Picasso-Grundschule
Website

Künstlerin
Roberta Busechian
Website

Atelier Roberta Busechian 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Roberta Busechian 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Roberta Busechian 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Roberta Busechian 2021, Foto: Alexej Hermann

Das Askanische Gymnsaium ist eine Schule im Bezirk Tempelhof und seit dem Schuljahr 2021/2022 im Programm dabei.

Die Künstlerin Yuni Kim beschäftigt sich mit detailreichen Installationen, Texten und Raumgestaltungen, mit Schattenspiel und Abdrücken von Alltagsgegenständen. Bei ihr werden die Schüler*innen u.a. mit Heißklebepistole und Säge künstlerisch tätig.

Schule
Askanisches Gymansium
Webseite

Max-Künstlerin Yuni Kim

Künstlerin
Yuni Kim
Webseite

Atelier Yuni Kim, Abschlusspräsentation, Foto:Lena Vorholt 2019
Atelier Yuni Kim, Foto: Yuni Kim
Atelier Yuni Kim 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Yuni Kim 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Yuni Kim 2021, Foto: Alexej Hermann

Die Wangari-Maathai-Internationale-Schule (WMIS) ist die 2. Staatliche Internationale Schule in Berlin mit Unterricht auf Deutsch und Englisch. Projektbasiert, fächerübergreifend und mit Hilfe kreativer Methoden lernen die Schüler*Innen der WMIS, die Welt aktiv zu entdecken und mitzugestalten. In dem kreativen Ansatz versteht die WMIS Kunst in einem weiten Sinne. Sie umfasst nicht nur ästhetische Bildung, sondern auch bildende und darstellende Kunst, Bewegung sowie digitale Kunst. Die Schüler*Innen lernen multisensorisch, fächerübergreifend und ganzheitlich.

Simon Knab arbeitet an Projekten mit starkem Natur- und Umweltbezug mit selbst hergestellter Eitempera und Tusche Farben, mit denen er unabhängig und umweltfreundlich künstlerisch arbeiten kann. In der projektbezogenen Arbeit mit den Schüler*innen der Ruth-Cohn-Schule werden Fragen zu Nachhaltigkeit in Kombination mit kreativer Arbeit im Vordergrund stehen. Diese Projekte sollen von der Phase der Recherche, über die Wahl des künstlerischen Mediums, der künstlerischen Ausarbeitung bis hin zur Präsentation der Ergebnisse alle Elemente des künstlerischen Arbeitens abbilden.

Schule
Wangari-Maathai-Internationale-Schule
Website

Künstler
Simon Knab
Website

Atelier Simon Knab 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Simon Knab 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Simon Knab 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Simon Knab 2021, Foto: Alexej Hermann

Das Gymnasium am Europasportpark in Berlin-Prenzlauer Berg ist in diesem Schuljahr neu im Programm dabei.

Lotte Wintraecken beschäftigt sich verstärkt mit den Übergängen von haptischen und digitalen Welten. Dabei versucht sie, traditionelle Genres der Malerei wie Stillleben und Landschaft zu aktualisieren und auch immaterielle Abläufe auf der Fläche zu konkretisieren.Im Atelier experimentiert sie mit verschiedenen Malgründen und stellt Materialien (z.B. Papier, Grundierungen, Farben) selbst her. Ihr Ziel ist, das offene Atelier auch für die Schüler*innen zu einem Freiraum werden zu lassen.

Schule
Das Gymnasium am Europasportpark
Website

Tesla-Schule ist eine Gemeinschaftsschule in Berlin-Prenzlauer Berg mit naturwissenschaftlich-technischem Profil.

Roshanak Amini widmet sich dem Bemühen, diejenigen Aspekte, Situationen und Momente im Alltag zu entdecken, anzuerkennen und zu erforschen, die einen Bruch mit dem Allgegenwärtigem symbolisieren. Mit storytelling erforscht sie Themen wie Kollektiv- und Kindheitserinnerungen, Immigration und Geschichte. Im Atelier möchte sie die Schüler*innen mit Herangehensweisen an künstlerische Forschung sowie mit dem Praktizieren von Kunst vertraut machen. Gemeinsam werden Tonaufnahmen aufgezeichnet, Sound Walks und Hörbücher entwickelt und Klanginstallationen erzeuget.

Schule
Tesla-Schule
Website

Künstlerin
Roshanak Amini
Website

Atelier Roshanak Amini 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Roshanak Amini 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Roshanak Amini 2021, Foto: Alexej Hermann
Atelier Roshanak Amini 2021, Foto: Alexej Hermann

Einblicke in das Programm

Auszeichnung 2018

Ansprechpartnerinnen

Caroline Armand

Referentin Ästhetische Bildung
Programmleiterin
Mail an Caroline Armand

Fiona Faßler

Referentin Ästhetische Bildung
Mail an Fiona Faßler

In Kooperation mit

UdK-Logo

Gefördert von

MAX–Artists in Residence an Schulen | Projektvorstellung

Video & Schnitt: Elma Riza | LayLay_IMAGES production
Video Animation: Rubén González Escuerdo und seine Schüler*innen

Stop-Motion-Film Grundformen in Bewegung | Schüler*innen der Carl-Humann-Grundschule & Vanessa Farfán

Entwickelt von Schüler*innen der Carl-Humann-Grundschule gemeinsam mit der Max-Künstlerin Vanessa Farfán entwickelt. 2019 ist der Film mit dem Preis der Architektenkammer Berlin „Mein Bauhaus meine Moderne“ ausgezeichnet worden.

Hier geht’s zum Programm-Archiv | Künstlerinnen, Künstler und Schulen 2015 – 2020

Fotonachweise: Atelier Roshanak Amini, 2020, Foto: Alexej Herman | Atelier Janine Hönig, 2020, Foto: Elma Riza | Atelier Anne Mundo,2019, Foto: Elma Riza | Atelier Yuni Kim, 2019, Foto: Elma Riza | Atelier Barbara Cousin, 2019, Foto: Lena Vorholt | Atelier Thomas Wienands, 2019, Foto: Thomas Wienands