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A Greater Miracle of Perception: The Berlin Iteration

3. April 2019 | 17:00 - 21:00

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am Mittwoch, den 03. April 2019 um 17 Uhr

Im Rahmen der 10. Berliner Stiftungswoche präsentieren Stiftung Brandenburger Tor, Finnland-Institut in Deutschland und Miracle Workers Collective A Greater Miracle of Perception: The Berlin Iteration.

A Greater Miracle of Perception: The Berlin Iteration ist die erste einer Serie öffentlicher Veranstaltungen, die vom finnischen Miracle Workers Collective (MWC) für den Finnischen Pavillon der 58. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia entwickelt wurde.

The Berlin Iteration wurde konzipiert, um das Projekt internationalen Publika zu präsentieren und das Gespräch über die verschiedenen Praktiken des MWC zu ermöglichen. Das Programm umfasst Filmvorführungen, Lesungen, Performances und Vorträge von Mitgliedern des Kollektivs sowie eingeladenen Gästen. Es wird u.a. eine erforschende Vortragsperformance zum Projekt Máttaráhku ládjogahpir – Foremothers‘ Horn Hat der Künstlerin Outi Pieski und der Archäologin Eeva-Kristiina Harlin geben; eine Lesung des Schriftstellers Hassan Blasim aus seinem neuen Buch Allah 99; die Filmvorführung FinnCycling-Soumi-Perkele! von Künstlerin Martta Tuomaala sowie die Filmvorführung The Night Thief samt Gespräch mit dem Filmemacher Khadar Ahmed und der Schriftstellerin Maryan Abdulkarim.

Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Stiftung Brandenburger Tor, dem Finnland-Institut Deutschland und der Frame Contemporary Art Finland mit freundlicher Unterstützung des Goethe-Instituts Finnland ausgerichtet.

Der Finnische Pavillon der 58. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia ist ein Auftrag und eine Produktion der Frame Contemporary Art Finland.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 27. März:

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Das Miracle Workers Collective

Das Miracle Workers Collective (MWC) wurde von einer transdisziplinären und transnationalen Gemeinschaft aus Künstler*innen, Filmemacher*innen, Schriftsteller*innen, Intellektuellen, Performer*innen und Aktivist*innen gegründet und initiiert, die eine Sammlung von Bräuchen teilen und erarbeiten. Darunter sind Schriftstellerin Maryan Abdulkarim; Drehbuchautor und Regisseur Khadar Ahmed; Schriftsteller und Filmemacher Hassan Blasim; Choreographin und künstlerische Leiterin Sonya Lindfors; die bildenden Künstlerinnen Outi Pieski, Leena Pukki und Martta Tuomaala; der bildende Künstler und Kurator Lorenzo Sandoval; Kameramann Christopher L. Thomas und Filmemacherin und Erzählerin Suvi West; sowie als Kuratoren Giovanna Esposito Yussif, Christopher Wessels und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung.

Die Idee des MWC unterstreicht eine kritische Auseinandersetzung mit Kollektivität und Praktiken, die das Konzept des Wunders als poetisches Mittel nutzen und davon ausgehend das Wahrgenommene, Erfahrene, Getane und Imaginierte erweitern. Gestützt auf die Überlegungen des nigerianischen Dramatikers und Dichters Esiaba Irobi zum Wunder als ein ”bildlicher Ausdruck spirituellen und politischen Widerstands” und ”Gesellschaftsakt”, suggeriert die Herangehensweise des Kollektivs einen disziplinarischen Ungehorsam, der das konstante Infragestellen der Wahrnehmung als politische Handlung hervorhebt.

Programm

17:00–17:05 Uhr: Begrüßung

Sebastian Pflum, Leiter des Stiftungsbüros, Stiftung Brandenburger Tor, und Dr. Laura Hirvi, Leiterin des Finnland Instituts in Deutschland

17:05–17:20 Uhr: Ein dissonantes und unzusammenhängendes Gespräch in drei Stimmen

Die Kurator*innen des Finnischen Pavillons bei der 58. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia Giovanna Esposito Yussif, Christopher Wessels und Bonaventure Soh Bejeng Ndikung.

17:20–17:45 Uhr: Yövaras (The Night Thief), Filmvorführung von Khadar Ahmed

Khadar Ahmed ist ein finnisch-somalischer Drehbuchautor und Regisseur. Er wurde 1981 in Mogadishu, Somalia, geboren und kam mit 16 Jahren mit seiner Familie nach Finnland. Als autodidaktischer Filmemacher hat Ahmed den Wettbewerb The Short Film Screenwriting Competition mit seinem Drehbuch zu Citizens gewonnen. Sein jüngster Kurzfilm The Night Thief wurde 2017 für das Aguilar de Campoo Film Festival in Spanien und 2018 für das Gothenburg Film Festival ausgewählt.

17:45–18:00 Uhr: Patterns to break, Lesung mit Lorenzo Sandoval

Lorenzo Sandoval arbeitet als Künstler und Kurator. Seit 2015 leitet er gemeinsam mit Benjamin Busch das Institute for Endotic Research, welches 2018 öffnete. Seine jüngste Forschung behandelt Beziehungen zwischen Bildproduktion, Textilproduktion und Berechnungen.

18:00–18:30 Uhr: Lesung und Gespräch mit Hassan Blasim und Maryan Abdulkarim

Hassan Blasim ist ein im Irak geborener Autor, der seit 2004 in Finnland lebt. Blasim schreibt auf Arabisch und wurde dreimal mit dem PEN-award ausgezeichnet. Der Guardian beschreibt ihn als „den vielleicht größten lebenden Schriftsteller arabischer Fiktion“. Er wird aus seinem kürzlich veröffentlichten Buch Allah 99 lesen und gemeinsam mit Maryam Abdulkarim, einer in Helsinki ansässigen Schriftstellerin und Gesellschaftskommentatorin, ein Gespräch dazu führen.

18:30–19:00 Uhr: Pause

19:00 –19:20 Uhr: Marks After Examination, Vortragsperformance mit Suvi West

Suvi West arbeitete bereits als Regisseurin, Drehbuchautorin und Schriftstellerin für diverse Kunst- und Medienplattformen. Sie führte bei mehreren Dokumentarfilmen Regie, die, u.a. bei internationalen Filmfestspielen und in nationalen Fernsehsendern Skandinaviens gezeigt wurden. In ihrem Vortrag präsentiert West Interview-Material aus ihrer laufenden Dokumentarfilm-Arbeit. Themen des Kolonialismus und der Entkolonialisierung am Beispiel des Volks der Samen stehen dabei im Fokus. In dieser Präsentation addressiert West bleibende Auswirkungen einer langen Historie des indigenen Volks, das von Außenseitern studiert wird.

19:20–20:00 Uhr: Máttaráhku ládjogahpir – Foremother’s Horn Hat, Präsentation von Outi Pieski und Eeva-Kristiina Harlin

Die Präsentation konzentriert sich auf das Projekt Foremother’s Horn Hat, die von der Künstlerin Outi Pieski in Zusammenarbeit mit der Archäologin Eeva-Kristiina Harlin entwickelt wurde. Sie untersuchen das ládjogahpir, eine Hornmütze, die Samen-Frauen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts trugen. Das Projekt soll diese verlorene Tradition wiederbeleben und deren Bedeutung heute re-kontextualisieren. Foremother’s Horn Hat beansprucht zudem die Notwendigkeit einer Rückführung kulturellen Besitzes. Die ausgestellten Hornmützen sind Teil der Sammlung des Museums Europäischer Kulturen – Staatliche Museen zu Berlin. Eingeladener Gast: Sara Marielle Gaup Beaska.

20:00–20:15 Uhr: On Slime Mould And Decision Making, Präsentation von Leena Pukki

Leena Pukki ist eine bildende Künstlerin, die sich für kulturelle Hegemonien interessiert, für die Beziehung zwischen Menschen und anderen Spezies, Geschichte, Utopien, Gefühle und Machtbeziehungen. Sie arbeitet oft im öffentlichen Raum und innerhalb verschiedener Künstlergruppen oder Gemeinschaften und kombiniert Kunst mit Aktivismus. Zudem ist sie Gründungsmitglied der Route Couture Künstlergruppe.

20:15–21:15 Uhr: FinnCycling-Soumi-Perkele! Vol. 2, Filmvorführung von Martta Tuomaala

Martta Tuomaala ist eine multidisziplinäre Künstlerin mit Sitz in Helsinki. Ihre Arbeit konzentriert sich auf verschiedene Formen des Films, der Videokunst und Installation und involviert Elemente sozial engagierter Kunst und kämpferischer Recherche. FinnCycling-Suomi-Perkele! Vol.2 (Installation 2017/Film 2018) ist Teil eines breiteren You-Can-Do-It!-Projekts, das arbeitsbezogene Themen, einschränkende Politik und die Rolle der Frau in der Finnischen Gesellschaft erkundet.

21:15–23:00 Uhr: Empfang mit Musik von DJ Ngu Mangaliso

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#finlandinvenice2019
#sbtberlin
#stiftungbrandenburgertor

Foto: Von oben links: Sonya Lindfors, Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Leena Pukki, Christopher Wessels, Khadar Ahmed, Suvi West. Outi Pieski. Von unten links: Outi Pieski, Leena Pukki, Christopher L. Thomas, Maryan Abdulkarin, Lorenzo Sandoval, Giovanna Esposito Yussif, Hassan Blasim.
© Shoot Hayley / Frame Contemporary Art Finland

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Details

Date:
3. April 2019
Time:
17:00 - 21:00
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Veranstalter

Stiftung Brandenburger Tor
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Webseite:
stiftungbrandenburgertor.de