Die Veranstaltung ist Teil der Spätschicht x Gabriele Stötzer im Gropius Bau.

Die Künstlerin Gabriele Stötzer und die Kunsthistorikerin Angelika Richter lernten sich Mitte der 2000er Jahre kennen und sind sich bis heute verbunden. Richter, seit 2021 Präsidentin der weißensee kunsthochschule berlin, gehört zu den wenigen Kuratorinnen, die sich schon früh für Stötzers Schaffen und die interdisziplinären Praxen von Künstlerinnen aus der DDR und Osteuropa interessierten, ihre Arbeiten zeigten und dazu publizierten. Dabei ging es auch darum, dieses wichtige Kapitel ostdeutscher Kunstgeschichte sichtbar zu machen.
Wie blicken beide Frauen heute auf diese Zeit zurück? Welche Bedeutung hat sie für Stötzers künstlerische Praxis und deren heutige Rezeption?

Das Gespräch wird moderiert von der Kuratorin Julia Grosse und von Schlagzeuger*in Sara Neidorf begleitet.

Gabriele Stötzers künstlerische Praxis ist eng mit ihrem gesellschaftlichen und politischen Engagement verbunden. 1976 wurde sie in der DDR unter dem Vorwurf der „Staatsverleumdung“ inhaftiert. Anschließend schloss sie sich dem literarisch-künstlerischen Untergrund an und entwickelte eine eigenständige, radikale Praxis, in der sich Kunst und politischer Widerstand verbinden.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich, wir weisen auf ein begrenztes Platzkontingent hin.

Spätschicht x Gabriele Stötzer im Gropius Bau

Ab 20 Uhr setzt sich das Programm im Rahmen der Spätschicht x Gabriele Stötzer mit Gesprächen und Performances im Gropius Bau fort.

Die gemeinsam realisierte Ausgabe des Live-Programms Spätschicht markiert den Beginn einer langfristigen Kooperation zwischen dem Gropius Bau und der Stiftung Brandenburger Tor, der Kulturstiftung der Berliner Sparkasse. Diese neue Form der kulturellen Zusammenarbeit in Berlin soll exemplarisch für die Kulturwelt von morgen stehen – mit Kunstschaffenden, die gattungsübergreifend neue und partizipative Räume für alle schaffen.

Spätschicht x Gabriele Stötzer findet in Zusammenarbeit mit dem Gropius Bau statt und wird kuratiert von Julia Grosse, Kuratorin der Ausstellung Dabei sein und nicht schweigen (19. Juni bis zum 06. Dezember 2026 im Gropius Bau), gemeinsam mit Nora-Swantje Almes, Alexandra Philippovskaya und Edessa Malke, aus dem kuratorischen Team des Gropius Bau.