Die Stiftung Brandenburger Tor hat seit dem Jahr 2000 ihren Sitz im Max Liebermann Haus am Brandenburger Tor. Als Kulturstiftung der Berliner Sparkasse ist sie in den Bereichen Künste, Bildung und Wissenschaft tätig; dabei weiß sie sich in all ihren Aktivitäten ihrem besonderen Ort verpflichtet. Sie versteht sich als Kulturstiftung in einem Künstlerhaus, im wieder aufgebauten Haus von Max Liebermann am Pariser Platz, direkt neben dem Brandenburger Tor. Nirgendwo in Deutschland sind Glanz, Gefährdung und Untergang von Kultur enger miteinander verknüpft als in der Person und im Haus von Max Liebermann an diesem so prominenten Platz am Brandenburger Tor, dessen Bedeutung vom Lokalen ins Europäische reicht.

Um das Besondere dieses Ortes wieder ins allgemeine Bewusstsein zu rücken, hat die Stiftung Brandenburger Tor bereits unter ihrer früheren Vorsitzenden des Vorstandes Monika Grütters zahlreiche Ausstellungen und Torgespräche veranstaltet, Konferenzen und Projekte initiiert. All diese Aktivitäten wollen wir fortführen und in den zwei Programmschwerpunkten  „Liebermanns Welt” und „Ästhetische Bildung“ bündeln. In dieser Zusammenführung von Künsten, Bildung und Wissenschaft spiegelt sich das Ziel der Stiftungsarbeit wider, die Kenntnis von und die Kompetenz zur Kultur in ihrem ganz umfänglichen Sinne zu fördern.

Max Liebermann, dieser große deutsche Maler, dieser so kosmopolitisch gesonnene Bürger, hat rund ein halbes Jahrhundert in seinem Elternhaus am Pariser Platz Nr. 7 gewohnt und gearbeitet, ja mehr noch, er hat dort als öffentlich wirkende und wahrgenommene Persönlichkeit residiert.

Die Stiftung arbeitet operativ; sie initiiert und konzipiert demnach ihre Projekte eigenverantwortlich und begleitet diese bis hin zur praktischen Umsetzung. Sie verfügt über keine Programme zur Förderung von Fremdprojekten, ist aber offen für Anfragen. Kooperationen mit anderen sind ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit und unseres Selbstverständnisses.

„Liebermanns Welt“, diese Welt der europäischen Kultur am Pariser Platz wieder gegenwärtig zu machen, ist der Wunsch und der Auftrag der Stiftung Brandenburger Tor.