Torschreiber am Pariser Platz

Ein Stipendium für SchriftstellerInnen im Exil der Allianz Kulturstiftung und der Stiftung Brandenburger Tor

Die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor loben in Kooperation mit dem Literarischen Colloquium Berlin ein Stipendium für SchriftstellerInnen im Exil aus.

Es ermöglicht einer Autorin oder einem Autor für sechs Monate an einem eigenen literarischen Projekt zu arbeiten. Das Stipendium beträgt monatlich 2.000 Euro. Zudem wird eine freie Wohnmöglichkeit für zwei Monate im Literarischen Colloquium Berlin gewährt.

Die drei Kooperationspartner wollen mit diesem Programm auch an das Schicksal der verfolgten deutschen SchriftstellerInnen in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern, die in anderen Ländern Zuflucht fanden. Ihr Schicksal und Werk sind nicht vergessen.

Bewerben können sich bedrohte oder in ihrem Heimatland verfolgte SchriftstellerInnen aus Osteuropa und dem Mittelmeerraum. Die BewerberInnen sollten sich bereits in Deutschland aufhalten und im Laufe der letzten zwei Jahre einen Flüchtlingsstatus zuerkannt bekommen haben.

Heute soll Berlin ein Ort der Zuflucht und Sicherheit für bedrohte und verfolgte SchriftstellerInnen sein. Dafür möchten wir ein Zeichen setzen.

Die Torschreiberin 2018

Die Syrerin Rasha Habbal erhielt als Erste das Stipendium Torschreiber am Pariser Platz. Rasha Habbal wurde 1982 in Hama, Syrien geboren und lebt seit 2015 in Trier. Sie schreibt auf Arabisch und ist vor allem als Lyrikerin bekannt. Erschienen ist von ihr, unter anderem 2014, ein Gedichtband auf Arabisch mit dem Titel Wenig von dir… Viel vom Salz. Ihr Text Ohne Worte – Mit anderen Worten erschien 2017 in dem vom Frauenkulturbüro NRW e.V. herausgegebenen Band. Derzeit arbeitet sie an einem nach Ansicht der Jury vielversprechenden Roman über die Lebensbedingungen im Exil in Deutschland.

Hier sind Gedichte von Rasha Habbal zu finden, die während des Stipendiums entstanden sind.

Projektbeschreibung

Das Stipendium Torschreiber am Pariser Platz, das die Allianz Kulturstiftung und die Stiftung Brandenburger Tor in Verbindung mit dem Literarischen Colloquium vergeben, legt den Fokus auf SchriftstellerInnen im Exil. Mit der Förderung wird einer Autorin oder einem Autor ermöglicht, für sechs Monate in Berlin an einem eigenen, literarischen Projekt zu arbeiten. Mit dem Torschreiber am Pariser Platz in Sichtweite des Brandenburger Tors soll diese Förderung ein Zeichen für Freiheit und Sicherheit setzen.

Die drei Kooperationspartner – Allianz Kulturstiftung, Stiftung Brandenburger Tor und das Literarische Colloquium – wollen mit diesem Programm auch an das Schicksal der verfolgten deutschen Schriftsteller in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern, die in anderen Ländern Zuflucht fanden. Ihr Schicksal und Werk sind nicht vergessen.

Heute soll Berlin ein Ort der Zuflucht und Sicherheit für bedrohte und verfolgte Schriftsteller sein. Dafür möchten wir ein Zeichen setzen.

Ansprechpartnerin

Caroline Armand
Leiterin des Programms Literatur

In Zusammenarbeit mit

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