Frank Gehry – Hans Scharoun:

Strong Resonances

9. November 2018 – 20. Januar 2019

Eine Ausstellung des Getty Research Institute, Los Angeles, in Kooperation mit der Stiftung Brandenburger Tor

Direkt am Pariser Platz beleuchtet die Ausstellung Frank Gehry–Hans Scharoun: Strong Resonances jene starken Resonanzen, die im Zusammenspiel von Architektur und Großstadt, Innenräumen und Außenansichten sowie zwischen dem Entwerfen von Konzerthäusern und dem Erleben von Musik erklingen. Im Zentrum stehen Frank Gehry und Hans Scharoun. Obwohl Hans Scharoun Los Angeles niemals besucht hat, ist sein Einfluss  in der Formensprache von Frank Gehry, der Scharoun sehr bewundert hat, deutlich zu sehen. Die Ausstellung betrachtet den Zusammenhang zwischen beiden Architekten aus einer doppelten Perspektive: Zum einen vergleicht sie zwei der berühmtesten Gebäude von Scharoun und Gehry; zum anderen bietet sie eine Übersicht der Projekte Gehrys in und für Berlin.

Die Ausstellung beginnt mit dem Fokus auf international renommierte Konzerthäuser, die beide Architekten realisiert haben: die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles, die nach Plänen von Frank Gehry 2003 eröffnet wurde, und die von Hans Scharoun entworfene und im geteilten Berlin Anfang der 1960er gebaute Philharmonie. Erstmals werden in einer Ausstellung beide Architekten nebeneinandergestellt, dabei zeigt sich der deutliche Einfluss Scharouns auf Gehrys Walt Disney Concert Hall. Neben selten zu sehenden visionären Aquarellen von Scharoun präsentiert die Ausstellung originale Zeichnungen, Skizzen, Drucke, Fotografien und Modelle. Die Zusammenschau verdeutlicht die je eigenen Gestaltungsprozesse und bildet gleichermaßen den technologischen Wandel ab. Außerdem prägen die zwei Konzerthäuser durch ihre außergewöhnliche äußere Erscheinung das Stadtbild und entfalten zugleich ihre besondere Wirkung im Inneren.

Ein zweiter Teil der Ausstellung zeigt den anhaltenden Einfluss von Scharoun und Berlin auf Frank Gehry mit einem Überblick über die drei Projekte, die Gehry in und für Berlin geschafft hat: den Museumsinselwettbewerb (1994–97), die DZ Bank am Pariser Platz 3 (1994–98) und den Pierre Boulez Saal in der Barenboim-Said Akademie (2014–17).

Die Parallelen zwischen den Ideen und Arbeitsprozessen von Scharoun und Gehry stehen im Mittelpunkt der Ausstellung und demonstrieren den bemerkenswerten Zusammenklang von herausragender Architektur in zwei Weltstädten.

Die Ausstellung wird realisiert mit Mitteln der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin.

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Mit freundlicher Unterstützung der

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Öffnungszeiten

Mo, Mi-Fr: 10 – 18 Uhr
Sa-So: 11 – 18 Uhr
Di: geschlossen

Eintrittspreis

Freier Eintritt bis 18 Jahre
Ermäßigt 5 €
Normal 8 €

Öffentliche Führungen

So 15 Uhr | Mit Britta Bode
Eintritt + 2 €
Gruppenführungen auf

ART BREAK

Donnerstag, 13 – 13:15 Uhr
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stiftung Brandenburger Tor stellen in einer kurzen Kunstpause ihr Lieblingswerk der Ausstellung vor.

Bildnachweis

Links: Hans Scharoun. Außenansicht der Berliner Philharmonie (Ausschnitt), 2017 © J. Paul Getty Trust

Rechts: Frank Gehry. Außenansicht der Walt Disney Concert Hall (Ausschnitt), Los Angeles, 2015 © Hunter Kerhart / J. Paul Getty Trust

Kuratorinnen des Getty Research Institute

Dr. Maristella Casciato
Dr. Emily Pugh

Projektleitung

Natascha Driever
Dr. Barbara Nierhoff-Wielk
Dr. Evelyn Wöldicke