Künstlerfürsten: Liebermann. Lenbach. Stuck.

4. April  bis 5. Juli 2009

Bei aller Unterschiedlichkeit ihrer künstlerischen Richtungen verbinden Max Liebermann, Franz von Lenbach und Franz von Stuck ihr Erfolg und ihre große Anerkennung zu Lebzeiten sowie ihr selbstbewusstes, durchaus inszeniertes Auftreten. Allen drei Künstlern gelang es, ihr Ansehen als herausragende künstlerische Persönlichkeiten mit einer hohen gesellschaftlichen Stellung in Einklang zu bringen. Die Selbstbildnisse und die den Künstlern erteilten Aufträge – allen voran die Porträts – sowie ihre Wohnstätten spiegeln wider, was den Aspekt des Künstlerfürstentums ausmachte.

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Im Nachklang zum Ausstellungsreigen der Staatlichen Museen zu Berlin seit Herbst 2008 unter dem Titel „Kult des Künstlers“ hebt die Ausstellung „Künstlerfürsten“ den Aspekt der Repräsentation und Inszenierung der Künstler besonders hervor. Sie untersucht dabei, inwieweit die Entwicklung der drei Künstler möglicherweise voneinander abhing – sie alle kannten sich persönlich, und besonders Lenbach als der Älteste wirkte in mehrfacher Hinsicht sowohl als Vorbild als auch als Moment der Abgrenzung.

Den Ausgangspunkt der Ausstellung bildet die Selbstinszenierung der Künstler in ihren Wohnräumen und auf Selbstporträts, eingeschlossen der fotografischen Porträts, die sie von sich zuließen, sowie Darstellungen ihrer Familienmitglieder, darunter Bildnisse der Ehefrauen Martha Liebermann, Mary Stuck – dargestellt als Salomé – und Lolo von Lenbach sowie das berühmte Familienbild Stucks im Stile Velázquez’.

Daneben verdeutlichen besonders die Porträts anderer Personen, vor allem aus den gehobenen Gesellschaftsschichten, sowohl die künstlerische Wertschätzung als auch die gesellschaftliche Relevanz und Verknüpfung der Künstler und können so als Spiegel der jeweiligen Position fungieren.

Projektbeschreibung

In der Ausstellung werden erstmalig die drei Künstlerfürsten Max Liebermann, Franz von Lenbach und Franz von Stuck gemeinsam betrachtet. Sie beleuchtet das künstlerische Schaffen sowie die gesellschaftliche Verankerung, die Verwandtschaften und Verschiedenheiten der drei Maler.

Es ist ein Katalog erschienen.